Pressemitteilungen



Krieg in der Ukraine

 

Wie alle jüdischen Gemeinden, egal welcher Ausrichtung, sind wir entsetzt und verzweifelt und fühlen uns hilflos,

wenn wir täglich neu erfahren müssen, was für unermessliches Leid der russische Angriff auf die Ukraine verursacht.

Es wurden Menschen, die die Shoa in Buchenwald überlebt haben, bombardiert und starben.

Die Gedenkstätte Babi Jar wird durch Bomben beschädigt, dabei  wurde eine Familie getötet, die dort ihrer Opfer der Shoa gedacht hatte.

Synagogen, in Kiew und in anderen Städten, sind für alle, die es noch an Orte der Zuflucht schaffen, zu Orten der Zuflucht geworden.

Der Angriff auf die Ukraine ist ein Angriff auf die Demokratie, die wir alle jeden Tag neu aufbauen und in schwierigen Zeiten zu erhalten versuchen.

Sie sichert auch unser Leben hier als jüdische Menschen und in jüdischen Gemeinden.

Wir wünschen allen Menschen jetzt oder in naher Zukunft diese Freiheit zu erreichen, und werden alles tun, um unseren Beitrag dazu zu leisten.

 

Unsere Aufgabe ist Tikkun Olam, das bedeutet, die Welt besser zu machen. Darum bemühen wir uns an jedem Tag 

 

Auch aus diesen Gründen möchten wir auch auf unser Hilfsangebot aufmerksam machen: 

 Ukraine – L` Chaim

Das Solidaritätsprojekt der Liberalen Egalitären Jüdischen  Gemeinde Freiburg Chawurah Gescher

 

Für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, bieten wir mit unserem Projekt Ukraine – L`Chaim Unterstützung an. Das Angebot richtet sich an alle Geflüchtete.

Darüber hinaus leisten wir Unterstützung beim Aufnahmeverfahren für jüdische Zuwanderer aus der Ukraine, Hilfe bei jüdischen Flüchtlingen für ihre Bedürfnisse und Nöte in besonderer Lebenslage und bieten alle weiteren Möglichkeiten unserer Gemeinde an.

So erreichen Sie uns über : [email protected]


Berlin, den 26.02.2024


PRESSEMITTEILUNG

 

Der Jüdische Liberal-Egalitäre Verband (JLEV) begrüßt die Neuausrichtung der liberalen und konservativen Rabbinats- und Kantoratsausbildung ausdrücklich.


Die neue Trägerstruktur wird den erforderlichen Aufschwung geben. Es ist zudem erfreulich, dass auch die öffentlichen Zuwendungsgeber geschlossen hinter der neuen Stiftungsstruktur stehen, denn dadurch steht die Stiftung auf festen Füßen mit Handlungsspielraum.


JLEV wurde vergangenes Jahr unter dem Dach des Zentralrates gegründet mit dem
Bestreben liberal-egalitäres Judentum in Deutschland zu festigen und weiterzuentwickeln. Die Gründung der Stiftung ist ein weiterer Beleg dafür, dass der
Zentralrat es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle religiösen Strömungen zu vertreten
und sich für diese aktiv einzusetzen.


Wir freuen uns auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stiftung und wünschen den Studierenden sowie allen Mitwirkenden gutes Gelingen!


Im Namen des Vorstandes von JLEV,


Dr. Rebecca Seidler & Sarah-Elisa Krasnov (Vorsitzende)
Dr. Achim Doerfer & Tatjana Mass (stellvertretende Vorsitzende)
Cornelia Haberlandt-Krüger, Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Dr. Ruth Geiss-
Friedlander


Pressemitteilung: Jüdischer Liberal-Egalitärer Verband (JLEV) gegründet

 

Am 20. April 2023 (29. Nissan 5783) wurde der „Jüdische Liberal-Egalitäre Verband“ (kurz: JLEV) gegründet. Der Verband besteht aus liberalen und egalitären jüdischen Gemeinden und Gruppierungen in Deutschland und ist angesiedelt unter dem Dach des Zentralrates der Juden in Deutschland K.d.ö.R. als eigenständige Organisation.

Ausgangspunkt waren die öffentlich gewordenen Vorwürfe gegen Rabbiner Walter Homolka. In der Auseinandersetzung über die Aufarbeitung dieser Vorwürfe und ihrer strukturellen Hintergründe zeigte die Dachorganisation Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. (UpJ) einen befremdlichen Umgang: Sie bagatellisierte, relativierte und agierte entsprechend einseitig ohne Berücksichtigung und Beachtung der kritischen Stimmen von Mitgliedsgemeinden. Dies machte die Gründung eines eigenen Dachverbandes erforderlich.

Die Gründungsmitglieder von JLEV erachten eine grundlegende Strukturveränderung zur Schaffung einer vertrauenswürdigen Vertretung des liberalen und egalitären Judentums in Deutschland für dringend geboten. Die Arbeit von JLEV basiert auf eigens entwickelten ethischen Leitlinien, um Energien und Ressourcen zu bündeln sowie Orte des Vertrauens, der Solidarität und des Miteinanders zu schaffen. Ziel ist es, ein lebendiges, konstruktives Netzwerk aufzubauen, in dem sich die Mitglieder unterstützen, miteinander lernen und sich weiterentwickeln.

JLEV stützt seine Arbeit auf die Grundwerte des liberalen und egalitären Judentums. Es sieht sich in der Pflicht, die Traditionen zu bewahren und in der Auseinandersetzung mit den überlieferten Lehren Antworten auf soziale, kulturelle und ethische Herausforderungen der Moderne zu finden. Das Konzept „JLEV Lehrhaus“ bietet hierfür diverse Angebote wie regelmäßige Lerneinheiten, Seminare und Netzwerktreffen, um Diskurse anzustoßen und zu fördern.

Gründungsmitglieder von JLEV sind neun liberale und egalitäre Gemeinden und Gruppierungen:
● Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher Freiburg e.V.
● Egalitärer Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
● Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
● Jüdische Gemeinde Hameln e.V.
● Jüdische Liberale Gemeinde Region Kassel e.V. Emet weSchalom
● Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont e.V.
● Liberale Jüdische Gemeinde Hannover K.d.ö.R.
● Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg – Region Braunschweig e.V.
● Unabhängige Synagogengemeinde Berlin – Bet Haskala e.V.

An dieser Stelle ist ausdrücklich dem Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R. zu danken, der dem Wunsch, eine eigenständige Organisationsstruktur für das liberale und egalitäre Judentum unter dem Dach des Zentralrates zu ermöglichen, positiv aufgenommen und mit Rat und Tat unterstützt hat.
Grundsätzlich können liberale und egalitäre jüdische Gemeinden und Gruppierungen einen Mitgliedsantrag stellen, um Teil von JLEV zu werden.

Als Gründungsvorstand von JLEV wurde eine Doppelspitze gewählt, um die Verantwortung breiter aufzustellen und einer Machtkonzentration entgegenzuwirken:

 
Vorsitzende: Sarah-Elisa Krasnov und Dr. Rebecca Seidler
Stellvertretung: Dr. Achim Doerfer und Tatjana Mass
Beisitz: Dr. Ruth Geiss-Friedlander, Cornelia Haberlandt-Krüger und Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck

 
Mehr Informationen auf: www.jlev.de


Pressemitteilung vom Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen

Hannover, den 07.12.2022

 

Pressemitteilung zur „Executive Summary“ der Kanzlei Gercke Wollschläger

 

Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse der Kanzlei Gercke Wollschläger bestätigen uns in unserer bereits im Mai erfolgten Rücktrittforderung an Walter Homolka von all seinen Ämtern innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Die Erkenntnisse sind eindeutig: Die Vorwürfe gegen Herrn Walter Homolka haben sich nochmals bestätigt. Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., denen sechs liberale jüdische Gemeinden angehören, hat von Beginn an den Betroffenen Gehör geschenkt und ihre Erfahrungsberichte ernst genommen. Dass Herr Homolka bis heute „keine juristische und moralische Schuld“ bei sich sieht, ist mehr als befremdlich. Befremdlich und unerklärlich ist für uns jedoch auch, dass die Dachorganisation der liberalen jüdischen Gemeinden – die Union Progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. – von Beginn an die Vorwürfe bagatellisiert, relativiert und entsprechend einseitig agiert hat. Zu keinem Zeitpunkt hat die Führung der UPJ ein erkennbares Interesse gezeigt an einer Aufklärung, sondern sich sowohl intern als auch nach außen einseitig auf die Seite von Herrn Homolka gestellt, ohne Berücksichtigung und Beachtung der kritischen Stimmen von Mitgliedsgemeinden. Der Untersuchungsbericht betont die Notwendigkeit, dass nun die ineinandergreifenden Machtstrukturen aufgebrochen werden müssen, um grundlegende Veränderungen innerhalb der einzelnen Institutionen, aber auch im Netzwerk jüdischer Organisationen, herbeiführen zu können. Dieser Auffassung schließen wir uns vollumfänglich an. An dieser Stelle möchten wir auch ausdrücklich dem Zentralrat der Juden in Deutschland für seine vertrauensvolle Unterstützung und Zusammenarbeit danken. Ein personaler und struktureller Wandel ist nun dringend erforderlich, doch dieser kann nicht von den Personen angestoßen und durchgeführt werden, die die Machtstrukturen von Herrn Homolka mit unterstützt und ermöglicht haben. Wir fordern daher auf, dass die Führungsebene der Union Progressiver Juden nun Verantwortung für ihr Handeln übernimmt.

 

Dr. Rebecca Seidler, 1. Vorsitzende

Dr. Achim Doerfer, stellvertretender Vorsitzender

Jacqueline Jürgenliemk, stellvertretende Vorsitzende


 

Einheit in Vielfalt
Das liberale Judentum in Deutschland befindet sich nach dem Fall Walter Homolka in einer tiefen Krise. Nun braucht es dringend eine neue Struktur – unter dem Dach des Zentralrats der Juden.

 

Ein Standpunkt von Rebecca Seidler, Vorsitzende des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen und Geschäftsführerin der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. 

 

Nachfolgend der Link zum Artikel in der Wochenzeitung "Jüdische Allgemeine" vom 05.01.2023

 

Einheit in Vielfalt | Jüdische Allgemeine (juedische-allgemeine.de)

 

Einheit in Vielfalt


Folgende Mitteilung ist vom Vorstand der Chawurah Gescher e.V. und in Zusammenarbeit mehrerer weiterer Gemeinden der UPJ.
Gemeinsames Statement:
Netzer Germany e.V. Die unten stehenden Mitgliedsgemeinden der Union progressiver Juden (UPJ) in Deutschland sowie die genannten jüdisch-progressiven Organisationen distanzieren sich ausdrücklich von dem UPJ Statement! Der Untersuchungsbericht der Universität Potsdam hat in seinem Ergebnis den Machtmissbrauch durch Herrn Homolka bestätigt. Der Untersuchungsbericht durch die Kanzlei im Auftrag des Zentralrates steht zudem noch aus und es bleibt abzuwarten, was dieser noch hervorbringt. Aus diesem Grund bleibt unsere ursprüngliche Forderung bestehen, dass Herr Homolka von seinen Ämtern zurücktreten soll. Sein erwiesenes Verhalten ist nicht mit unserem jüdisch-ethischen Grundverständnis zu vereinbaren.
The member communities of the Union of Progressive Jews (UPJ) in Germany listed below, as well as the Jewish progressive organizations mentioned, expressly distance themselves from the UPJ statement! The results of the investigative report by the University of Potsdam confirmed Mr. Homolka's abuse of power. The investigation report by the chancellery on behalf of the Central Council is still pending and it remains to be seen what else this will bring up. For this reason, our original demand that Mr. Homolka should step down from his posts still stands. His proven behavior cannot be reconciled with our basic Jewish understanding of ethics.
Liberale Jüdische Gemeinde Hannover K.d.ö.R.
Liberale Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
Jüdische Gemeinde Hameln e.V.
Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher Freiburg e.V.
Unabhängige Synagogengemeinde Berlin - Bet Haskala e.V.
Jüdische Liberale Gemeinde Region Kassel e.V. Emet weSchalom
TaMaR Germany e.V.