Aktuelles

OFEK BaWü kennenlernen: Umgang mit antisemitischen Vorfällen

14.04.2024, 17-19h

In Präsenz, Bekanntgabe des Ortes nach Anmeldung unter vorstand@gescher-freiburg.de

 

Seit dem Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober vergangenen Jahres hat die Zahl antisemitischer Vorfälle und Übergriffe stark zugenommen. Zu den Belastungen durch die Auswirkungen von Terror und Krieg kommt eine objektiv erhöhte Gefährdungslage, der jüdische Menschen und Einrichtungen ausgesetzt sind. 

 

Der Workshop richtet sich an Menschen, denen in Alltagssituationen Antisemitismus begegnet und bietet Teilnehmenden einen angeleiteten Rahmen zum Austausch über Erfahrungen und Handlungsoptionen an. Er wird konzipiert und moderiert von der Beratungsstelle OFEK BaWü. Der Fokus liegt vorwiegend auf der Reflexion über verbale und digitale antisemitische Äußerungen oder auch Diskriminierungs- und Ausschlusserfahrungen. Erfahrungen extremer Gewalt werden können bei diesem Workshop nicht bearbeitet werden. 

 

OFEK ist die erste 2017 in Berlin gegründete Fachberatungsstelle in Deutschland, die sich auf Antisemitismus und Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert. OFEK berät Betroffene, ihre Angehörigen, Zeug*innen wie auch (ratsuchende) Organisationen zum Umgang mit antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Den lokalen Standort in Baden-Württemberg mit zwei Büros in Stuttgart und Freiburg gibt es seit 2020.

 


Pressemitteilungen


Berlin, den 26.02.2024


PRESSEMITTEILUNG

 

Der Jüdische Liberal-Egalitäre Verband (JLEV) begrüßt die Neuausrichtung der liberalen und konservativen Rabbinats- und Kantoratsausbildung ausdrücklich.


Die neue Trägerstruktur wird den erforderlichen Aufschwung geben. Es ist zudem erfreulich, dass auch die öffentlichen Zuwendungsgeber geschlossen hinter der neuen Stiftungsstruktur stehen, denn dadurch steht die Stiftung auf festen Füßen mit Handlungsspielraum.


JLEV wurde vergangenes Jahr unter dem Dach des Zentralrates gegründet mit dem
Bestreben liberal-egalitäres Judentum in Deutschland zu festigen und weiterzuentwickeln. Die Gründung der Stiftung ist ein weiterer Beleg dafür, dass der
Zentralrat es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle religiösen Strömungen zu vertreten
und sich für diese aktiv einzusetzen.


Wir freuen uns auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stiftung und wünschen den Studierenden sowie allen Mitwirkenden gutes Gelingen!


Im Namen des Vorstandes von JLEV,


Dr. Rebecca Seidler & Sarah-Elisa Krasnov (Vorsitzende)
Dr. Achim Doerfer & Tatjana Mass (stellvertretende Vorsitzende)
Cornelia Haberlandt-Krüger, Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck, Dr. Ruth Geiss-
Friedlander


Pressemitteilung: Jüdischer Liberal-Egalitärer Verband (JLEV) gegründet

 

Am 20. April 2023 (29. Nissan 5783) wurde der „Jüdische Liberal-Egalitäre Verband“ (kurz: JLEV) gegründet. Der Verband besteht aus liberalen und egalitären jüdischen Gemeinden und Gruppierungen in Deutschland und ist angesiedelt unter dem Dach des Zentralrates der Juden in Deutschland K.d.ö.R. als eigenständige Organisation.

Ausgangspunkt waren die öffentlich gewordenen Vorwürfe gegen Rabbiner Walter Homolka. In der Auseinandersetzung über die Aufarbeitung dieser Vorwürfe und ihrer strukturellen Hintergründe zeigte die Dachorganisation Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. (UpJ) einen befremdlichen Umgang: Sie bagatellisierte, relativierte und agierte entsprechend einseitig ohne Berücksichtigung und Beachtung der kritischen Stimmen von Mitgliedsgemeinden. Dies machte die Gründung eines eigenen Dachverbandes erforderlich.

Die Gründungsmitglieder von JLEV erachten eine grundlegende Strukturveränderung zur Schaffung einer vertrauenswürdigen Vertretung des liberalen und egalitären Judentums in Deutschland für dringend geboten. Die Arbeit von JLEV basiert auf eigens entwickelten ethischen Leitlinien, um Energien und Ressourcen zu bündeln sowie Orte des Vertrauens, der Solidarität und des Miteinanders zu schaffen. Ziel ist es, ein lebendiges, konstruktives Netzwerk aufzubauen, in dem sich die Mitglieder unterstützen, miteinander lernen und sich weiterentwickeln.

JLEV stützt seine Arbeit auf die Grundwerte des liberalen und egalitären Judentums. Es sieht sich in der Pflicht, die Traditionen zu bewahren und in der Auseinandersetzung mit den überlieferten Lehren Antworten auf soziale, kulturelle und ethische Herausforderungen der Moderne zu finden. Das Konzept „JLEV Lehrhaus“ bietet hierfür diverse Angebote wie regelmäßige Lerneinheiten, Seminare und Netzwerktreffen, um Diskurse anzustoßen und zu fördern.

Gründungsmitglieder von JLEV sind neun liberale und egalitäre Gemeinden und Gruppierungen:
● Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher Freiburg e.V.
● Egalitärer Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
● Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.
● Jüdische Gemeinde Hameln e.V.
● Jüdische Liberale Gemeinde Region Kassel e.V. Emet weSchalom
● Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont e.V.
● Liberale Jüdische Gemeinde Hannover K.d.ö.R.
● Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg – Region Braunschweig e.V.
● Unabhängige Synagogengemeinde Berlin – Bet Haskala e.V.

An dieser Stelle ist ausdrücklich dem Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R. zu danken, der dem Wunsch, eine eigenständige Organisationsstruktur für das liberale und egalitäre Judentum unter dem Dach des Zentralrates zu ermöglichen, positiv aufgenommen und mit Rat und Tat unterstützt hat.
Grundsätzlich können liberale und egalitäre jüdische Gemeinden und Gruppierungen einen Mitgliedsantrag stellen, um Teil von JLEV zu werden.

Als Gründungsvorstand von JLEV wurde eine Doppelspitze gewählt, um die Verantwortung breiter aufzustellen und einer Machtkonzentration entgegenzuwirken:

 
Vorsitzende: Sarah-Elisa Krasnov und Dr. Rebecca Seidler
Stellvertretung: Dr. Achim Doerfer und Tatjana Mass
Beisitz: Dr. Ruth Geiss-Friedlander, Cornelia Haberlandt-Krüger und Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck

 
Mehr Informationen auf: www.jlev.de


Krieg in der Ukraine

Wie alle jüdischen Gemeinden, egal welcher Ausrichtung, sind wir entsetzt und verzweifelt und fühlen uns hilflos,

wenn wir täglich neu erfahren müssen, was für unermessliches Leid der russische Angriff auf die Ukraine verursacht.

Es wurden Menschen, die die Shoa in Buchenwald überlebt haben, bombardiert und starben.

Die Gedenkstätte Babi Jar wird durch Bomben beschädigt, dabei  wurde eine Familie getötet, die dort ihrer Opfer der Shoa gedacht hatte.

Synagogen, in Kiew und in anderen Städten, sind für alle, die es noch an Orte der Zuflucht schaffen, zu Orten der Zuflucht geworden.

Der Angriff auf die Ukraine ist ein Angriff auf die Demokratie, die wir alle jeden Tag neu aufbauen und in schwierigen Zeiten zu erhalten versuchen.

Sie sichert auch unser Leben hier als jüdische Menschen und in jüdischen Gemeinden.

Wir wünschen allen Menschen jetzt oder in naher Zukunft diese Freiheit zu erreichen, und werden alles tun, um unseren Beitrag dazu zu leisten.

 

Unsere Aufgabe ist Tikkun Olam, das bedeutet, die Welt besser zu machen. Darum bemühen wir uns an jedem Tag 

 

Auch aus diesen Gründen möchten wir auch auf unser Hilfsangebot aufmerksam machen: 

 UkraineL` Chaim

Das Solidaritätsprojekt der Liberalen Egalitären Jüdischen  Gemeinde Freiburg Chawurah Gescher

 

Für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, bieten wir mit unserem Projekt Ukraine – L`Chaim Unterstützung an. Das Angebot richtet sich an alle Geflüchtete.

Darüber hinaus leisten wir Unterstützung beim Aufnahmeverfahren für jüdische Zuwanderer aus der Ukraine, Hilfe bei jüdischen Flüchtlingen für ihre Bedürfnisse und Nöte in besonderer Lebenslage und bieten alle weiteren Möglichkeiten unserer Gemeinde an.

So erreichen Sie uns über : vorstand@gescher-freiburg.de

 

 

Anmeldung und weitere Informationen :